Technische Pflegehilfsmittel: Lösungen, Antrag und Kostenübernahme im Überblick

Pflegekraft erklärt einer älteren Frau technische Pflegehilfsmittel wie Pflegebett, Aufstehhilfe, Rollator und Hausnotruf.

Technische Pflegehilfsmittel: Lösungen, Antrag und Kostenübernahme im Überblick

Technische Pflegehilfsmittel können Pflege zu Hause sicherer machen, Transfers erleichtern und Angehörige entlasten. Der Überblick zeigt Beispiele, Voraussetzungen, Antrag und sinnvolle Ergänzungen.

Kurz zusammengefasst: Technische Pflegehilfsmittel sind langlebige Hilfen für die häusliche Pflege. Sie unterscheiden sich von Verbrauchs-Pflegehilfsmitteln, weil sie nicht monatlich verbraucht werden, sondern dauerhaft eingesetzt oder häufig leihweise überlassen werden.

Was sind technische Pflegehilfsmittel?

Technische Pflegehilfsmittel sind Geräte oder Sachmittel, die die häusliche Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder eine möglichst selbstständige Lebensführung unterstützen sollen. Typische Beispiele sind Pflegebetten, Lagerungshilfen, Pflege-Betttische, Hausnotrufsysteme oder Hilfen für Transfer und Mobilität.

Wichtig ist die Abgrenzung: Hilfsmittel der Krankenkasse dienen vor allem der Krankenbehandlung, dem Behinderungsausgleich oder der Vorbeugung. Pflegehilfsmittel werden über die Pflegekasse geprüft, wenn sie vorrangig die Pflege erleichtern oder die selbstständigere Lebensführung im häuslichen Umfeld unterstützen.

Wann sind technische Pflegehilfsmittel sinnvoll?

Sie sind besonders hilfreich, wenn Mobilität eingeschränkt ist, Transfers schwerfallen, Sturzrisiken bestehen oder pflegende Angehörige körperlich stark belastet werden. Ein normales Bett ersetzt kein Pflegebett, ein gewöhnlicher Stuhl keinen Toilettenstuhl und improvisierte Lagerung keine fachgerechte Lagerungshilfe.

  • bei unsicherem Aufstehen oder häufigem Umlagern
  • bei Sturzrisiko, besonders nachts oder beim Toilettengang
  • bei längeren Liegezeiten und erhöhtem Druckstellenrisiko
  • bei körperlicher Überlastung der Pflegeperson
  • bei baulichen Barrieren, etwa Treppen oder engen Wegen

Welche technischen Pflegehilfsmittel gibt es?

BereichBeispieleNutzen im Alltag
Schlafzimmer und LagerungPflegebett, Einlegerahmen, Lagerungshilfen, Pflege-Betttischerleichtert Aufstehen, Liegen, Umlagern und pflegerische Handgriffe
Mobilität und TransferPflegerollstuhl, Aufstehhilfen, mobile Rampen, Treppensteighilfenunterstützt sichere Wege und entlastet beim Wechsel von Positionen
Bad und HygieneDuschwagen, Toilettenstuhl, Waschsysteme, Bettpfanne, Urinflaschemacht Körperpflege und Toilettengang sicherer und organisierter
SicherheitHausnotrufsysteme und ergänzende Sicherheitslösungenermöglicht schnelle Hilfe bei Stürzen oder akuten Situationen

Voraussetzungen und Kostenübernahme

Ein Anspruch kommt grundsätzlich infrage, wenn mindestens Pflegegrad 1 vorliegt, die Versorgung zu Hause oder in einer anderen häuslichen Umgebung stattfindet und das Hilfsmittel im Einzelfall notwendig ist. Die Pflegekasse prüft außerdem, ob ein anderer Leistungsträger vorrangig zuständig ist.

Technische Pflegehilfsmittel werden häufig leihweise bereitgestellt. Bei volljährigen Versicherten kann eine Zuzahlung von 10 Prozent, höchstens 25 Euro je Pflegehilfsmittel anfallen, sofern keine Befreiung vorliegt.

Auswahl, Antrag und richtige Nutzung

Die beste Auswahl entsteht nicht über Produktnamen, sondern über konkrete Alltagssituationen: Wo entstehen Schmerzen, Unsicherheit oder Überlastung? Beim Aufstehen, beim Treppensteigen, im Bad, nachts oder bei langen Liegezeiten? Danach sollte entschieden werden, ob ein technisches Hilfsmittel, eine Wohnraumanpassung oder eine Kombination sinnvoll ist.

Der Antrag wird schriftlich bei der zuständigen Pflegekasse gestellt. Eine ärztliche Verordnung ist für Pflegehilfsmittel nicht zwingend, kann aber als Begründung helfen. Pflegestützpunkte, Pflegeberatung oder Sanitätshaus können bei Auswahl und Begründung unterstützen.

Praxis-Tipp: Prüfen Sie Bedienbarkeit, Platzbedarf und Alltagstauglichkeit vor der Nutzung. Ein Pflegebett, das schlecht steht, ein Notrufsystem, das nicht getragen wird, oder eine Transferhilfe, die niemand sicher bedienen kann, hilft im Pflegealltag nur eingeschränkt.

Wie Pflegehase ergänzend unterstützen kann

Technische Pflegehilfsmittel lösen häufig große strukturelle Probleme im Pflegealltag. Ergänzend werden in der häuslichen Pflege oft Verbrauchs-Pflegehilfsmittel benötigt, etwa Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel, Schutzschürzen oder Bettschutzeinlagen. Über die Pflegebox von Pflegehase können passende Verbrauchsprodukte zusammengestellt und monatlich nach Hause geliefert werden.

Die direkte Abrechnung mit der Pflegekasse reduziert organisatorischen Aufwand. Dadurch ergänzt Pflegehase technische Lösungen dort, wo Hygiene, Schutz und wiederkehrende Pflegeroutinen regelmäßig Produkte benötigen.

Stand: 2026. Die konkrete Bewilligung entscheidet die zuständige Pflegekasse nach den individuellen Voraussetzungen.

Häufige Fragen

Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.

Was zählt zu technischen Pflegehilfsmitteln?

Zu technischen Pflegehilfsmitteln zählen langlebige Geräte und Sachmittel, die die häusliche Pflege erleichtern, Beschwerden lindern oder eine selbstständigere Lebensführung unterstützen, zum Beispiel Pflegebett, Lagerungshilfen oder Hausnotrufsystem.

Wer hat Anspruch auf technische Pflegehilfsmittel?

Ein Anspruch kommt grundsätzlich ab Pflegegrad 1 infrage, wenn die Person zu Hause oder in einer anderen häuslichen Umgebung gepflegt wird und das Hilfsmittel notwendig ist. Vorrangige Zuständigkeiten anderer Leistungsträger werden geprüft.

Muss man technische Pflegehilfsmittel selbst bezahlen?

Technische Pflegehilfsmittel können von der Pflegekasse übernommen werden. Für volljährige Versicherte kann eine Zuzahlung von 10 Prozent, höchstens 25 Euro je Hilfsmittel anfallen, sofern keine Befreiung besteht.

Braucht man für technische Pflegehilfsmittel ein Rezept?

Eine ärztliche Verordnung ist bei Pflegehilfsmitteln nicht zwingend erforderlich. Eine medizinische oder pflegefachliche Begründung kann den Antrag aber erleichtern.

Wie unterstützt Pflegehase bei technischen Pflegehilfsmitteln?

Pflegehase ergänzt technische Pflegehilfsmittel durch Verbrauchs-Pflegehilfsmittel für die häusliche Pflege, etwa Handschuhe, Desinfektion, Schutzschürzen und Bettschutzeinlagen, inklusive monatlicher Lieferung und direkter Abrechnung mit der Pflegekasse.

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