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Hausnotruf

Kostenfrei mit Pflegegrad

Ratgeber | Hausnotruf

Kostenfrei mit Pflegegrad 1 bis 5

Vorwort

Ein Hausnotruf eignet sich für Menschen, die ihre Selbstständigkeit erhalten wollen, jedoch durch Behinderung, chronische Krankheit oder altersbedingte Beeinträchtigung gefährdet sind und in Notlagen das Telefon nicht rechtzeitig erreichen würden.

Laut einer Umfrage der Johaniter-Unfall-Hilfe machen sich 2 von 3 Erwachsenen Sorgen wegen eines eventuellen häuslichen Notfalls ihrer Eltern. Um diesen pflegebedürftigen Menschen sowie ihren Helfern den Alltag zu erleichtern, gibt es zahlreiche Pflegehilfsmittel, deren Kosten zum Teil oder gar vollständig von der Pflege- oder Krankenkasse erstattet werden.
Info: Im Folgenden möchten wir Ihnen das Hausnotrufsystem näherbringen. Erfahren Sie alles – von der Funktionsweise, über die Kosten bis hin zu dem Antragsverfahren.

Definition: Hausnotruf

Ein Hausnotruf ist ein elektronisches Meldesystem, welches in der Regel aus zwei Komponenten besteht:
  • einer Basisstation mit einer Freisprecheinrichtung
  • einem Notrufsender bzw. Notrufknopf, welcher als Armband oder um den Hals getragen werden kann und stets wasserfest ist
Der Hausnotruf garantiert pflegebedürftigen und älteren, zumeist allein lebenden Personen die Möglichkeit, sich in Notlagen bemerkbar zu machen und Hilfe zu rufen. Es kann sowohl in den eigenen vier Wänden als auch außerhalb benutzt werden und kann Menschen somit die Angst nehmen unterwegs einen Unfall zu erleiden und keine Hilfe zu bekommen.
Armband für Hausnotruf mit roten Knopf

Wie funktioniert ein Hausnotruf?

Sie sind in Ihrer Wohnung gestürzt und können nicht selbstständig aufstehen? Dieser Fall tritt leider immer häufiger ein. Ein Grund dafür ist das zunehmend höhere Alter, welches Menschen erreichen. Um die Selbständigkeit nicht aufzugeben, können sich Betroffene durch ein Hausnotrufsystem zusätzliche Sicherheit verschaffen und eine selbständige Lebensführung in den eigenen vier Wänden aufrecht erhalten.
Info: Der Alarmknopf ist wasserdicht und kann sowohl zum Duschen als auch in der Badewanne bedenkenlos getragen werden. Das verleiht dem Nutzer zusätzlich Sicherheit, da vor allem unter der Dusche viele Unfälle passieren.

Ablauf eines Notrufs

Ein Notruf tritt ein, sobald der Notruf-Knopf des Hausnotruf-Systems betätigt wird. Darauf hin verbindet sich die Basisstation mit einer Notrufzentrale. Die Zentrale ist rund um die Uhr besetzt. Über die Freisprecheinrichtung wird ein Sprechkontakt mit der Notrufzentrale hergestellt. Nach Feststellung von Art und Schwere Ihrer Notlage benachrichtigt die Notrufzentrale entweder einen Angehörigen, Ihre Pflegekraft oder im schlimmsten Fall den Rettungsdienst, welcher kurze Zeit später bei Ihnen eintrifft und Hilfe leistet.

In der Notrufzentrale kann der Mitarbeiter folgende hinterlegte Daten sehen, welches ein schnelles Handeln ermöglicht und oftmals Leben retten kann:
  • Name, Adresse sowie Zugang zur Wohnung
  • Gesundheitszustand und Vorerkrankungen
  • Kontaktdaten des zu benachrichtigenden Personenkreises
  • Medikamente und Sofortmaßnahme

Was passiert, wenn ich nicht mehr sprechen kann?

Sollte kein Sprechkontakt zustande kommen, wird umgehend ein Rettungsdienst allarmiert. Bei einem etwaigen Fehlalarm wird die Verbindung wieder abgeschaltet.
Grafik Ablauf und Funktion Hausnotruf

Wie unterscheiden sich Hausnotrufgeräte?

Analogen und digitale Anschlüsse vs. GSM-Modul

Ein sehr wichtiger Unterschied zwischen Hausnotrufsystemen ist die Art des Anschlusses.

Ältere Geräte arbeiten zumeist mit einem analogen oder einem digitalen Anschluss, an welches das Hausnotruf angeklemmt wird. Das bedeutet, dass Ihr Hausnotrufsystem über Ihren Festnetzanschluss oder Ihren ISDN-Anschluss läuft. Dieser Anschluss ist gleichzeitig auch die Voraussetzung für den Einsatz des Hausnotrufs.

Neue Geräte setzen dabei ausschließlich auf das GSM-Modul. Dieses funktioniert wie ein Mobilfunkt über eine SIM-Karte. Es hat den Vorteil, dass zu Einem kein Anschluss im Eigenheim erforderlich ist, zum Anderen nicht nur das Netz des Anbieters, sondern alle deutschen Mobilfunknetze im Falle eines Notfalls erreicht werden können. Die neusten Hausnotrufsysteme sind sogar mit einem Akku ausgestattet, was die Funktion selbst bei einem Stromausfall weiterhin garantiert.
Tipp: Achten Sie bei der Bestellung Ihres Hausnotruf-Systems, dass Ihr Gerät über ein GSM-Modul verfügt. So können Sie sicher sein, dass Sie immer die Notrufzentrale erreichen.

Hausnotruf vs. Mobiler Notruf

Vor der Anschaffung des Hausnotrufsystems sollten Sie entscheiden, ob Ihnen der Einsatz in den eigenen vier Wänden genügt oder ob Sie auch Unterwegs die Sicherheit brauchen.

Ein klassischer Hausnotruf ist auf den Einsatz im Eigenheim ausgerichtet. Das Signal reicht von der Basisstation in den meisten Fällen über die eigene Wohnung bzw. das Eigenheim hinaus. Je nach Hersteller und Bedingungen reicht das Funksignal zwischen 50 bis 250 Meter aus. Der Vorteil ist, dass die Pflegekasse die Kosten für die Basisversion in voller Höhe übernimmt und Sie somit nichts zahlen müssen.

Ein mobiler Notruf ist eine Erweiterung des klassischen Hausnotrufsystems. Er ermöglicht den Einsatz deutschlandweit und ist vor allem für Menschen, die gerne viel Unterwegs sind, sehr gut geeignet. Um sich diesen Luxus – auch Unterwegs Hilfe zu bekommen – leisten zu können, müssen Versicherte allerdings draufzahlen. Die Zusatzgebühr beläuft sich je nach Anbieter von 15€ bis hin zu 50€.
Tipp: Mit Pflegegrad 1 bis 5 erhalten Sie die Hausnotruf Basisversion bereits für 0€. Sie können in nur 5 Minuten einen Antrag bei Ihrer Pflegekasse stellen.

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Basis Paket
Basisstation + Notrufknopf
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    Mit dem Absenden stimme ich den AGB zu und nehme die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

    Wie viel kostet ein Hausnotruf?

    Grundsätzlich können die Kosten für Hausnotrufsysteme sehr stark auseinandergehen. Von 0€ bis hin zu 100€ ist alles möglich. Dabei spielen Kriterien wie Anbieter, Wohnort und die Art sowie Umfang der Zusatzleistungen eine wichtige Rolle. Ein vorhandener oder beantragter Pflegegrad kann sich dabei positiv auf die Kosten auswirken.

    Bereitstellungs- und Anschlussgebühr

    Einige Anbieter berechnen für den Anschluss Ihres Hausnotruf-Systems eine Bereitstellungsgebühr. Diese wird zumeist bei Geräten, welche nicht über ein GSM-Modul verfügen fällig. Die Kosten Können von 0 bis zu 50€ betragen.
    Info: Es kann passieren, dass ein Notruf versehentlich ausgelöst wird. Das ist für die Notrufzentrale eine Routineangelegenheit. Er kostet den Nutzer kein Geld und wird wie ein Testruf behandelt. So entsteht Sicherheit für den Ernstfall.

    Grundgebühr - monatliche Kosten

    Alle Anbieter erheben eine monatliche Grundgebühr. Diese deckt die Kosten für das Hausnotruf-System, welches Ihnen für die Nutzungsdauer überlassen worden ist, sowie die Sicherstellung der Funktionstüchtigkeit als auch Wartung des Geräts. Die Gebühr beträgt je nach Anbieter zwischen 23,00€ und 45,00€.
    Info: Mit Pflegegrad 1 bis 5 übernimmt die Pflegekasse die Grundgebühr bis zu einer Höhe von 25,50€. So erhalten Sie Ihren Hausnotruf komplett kostenfrei.

    Gebühr für Zusatzleistungen

    Abhängig vom Anbieter können sehr viele Zusatzleistungen gebucht werden. Je nach Umfang und Menge der Zusatzleistungen kann Ihr Tarif sehr schnell sehr teuer werden. Beliebte Zusatzleistungen sind unter anderem folgende:
      Mobiler Hausnotruf für den Einsatz außerhalb
    • Sollten Sie Ihren Hausnotruf auch unterwegs nutzen wollen, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten zwischen 15€ und 45€ rechnen.

    • Schlüsselverwahrung
    • In einem Notfall ist der Zugang zum Haus oder zur Wohnung für Rettungskräfte essentiell, um Hilfe leisten zu können. Sollte kein Angehöriger oder Nachbar Ihren Schlüssel für den Notfall verwahren können, dann sollten Sie Ihren Schlüssel verwahren lassen. Somit kann das Aufbrechen einer Tür oder Einschlagen eines Fensters verhindert werden. Alternativ kann ein Schlüsselkasten am Haus angebracht werden.

    • Falldetektor
    • Dabei handelt es sich um ein kleines Gerät, welches am Körper getragen wird. Im Falle eines Sturzes wird dies direkt erkannt und der Notfallknopf automatisch betätigt.

    • Rauchmelder
    • Eine weitere Zusatzleistung, welches im Falle eines Alarms den Hausnotruf ausführt.

    Was übernimmt die Kasse?

    Der Hausnotruf gehört zu den technischen Hilfsmitteln und ist Bestandteil des Pflegehilfsmittelkatalogs. Bei einem Pflegegrad 1 bis 5 übernimmt die Pflegekasse – unabhängig von der Höhe des Pflegegrades – die Kosten in Höhe von 25,50€ pro Monat. Dieser Betrag entspricht den Kosten für die Basisversion des Hausnotrufgeräts. Somit ist es problemlos möglich für 0€ ein kostenloses Hausnotrufgerät zu bestellen. Für weitere Zusatzleistungen kommen gesetzliche Kassen nicht auf und private nur in Ausnahmefällen.
    Tipp: Der Pflegehase hilft Ihnen Ihren Antrag für ein kostenloses Hausnotrufsystem bei unserem Testsieger online in nur 5 Minuten zu beantragen.

    Wie wird ein Hausnotruf beantragt?

    Nachdem Sie sich für einen Hausnotruf-Anbieter entschieden haben und Ihnen sowohl die Kosten, Vertragslaufzeit und Vorraussetzungen bekannt sind, können Sie mit diesem einen Vertrag schließen. Wenn Sie einen Pflegegegrad haben, dann beauftragen Sie den Anbieter einen Antrag auf Kostenübernahme bei Ihrer Pflegekasse zu stellen. Während des Genehmigungsverfahrens erhalten Sie von Ihrem Anbieter einen Sammelblatt zur Abfrage wichtiger Informationen:
    • über den Versicherten
    • zum Vitalbild
    • zu Kontaktpersonen im Notfall
    • über den Zugang zum Haus bzw. zur Wohnung
    Darauf folgt in der Regel eine Genehmigung durch die Kasse – Sie brauchen nichts weiter tun. Um alles Weitere sollte sich der Anbieter kümmern.

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